The British Sense of Humour
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Da ich momentan viel Zeit im Zug verbringe und so auch mal zum Lesen komme, habe ich einen Buchtipp für euch: „My dear Krauts“ von Roger Boyes. Boyes ist britischer Auslandskorrespondent der Londoner „Times“ in Berlin und erzählt in „My dear Krauts“ von seinen Erfahrungen mit den Deutschen. Natürlich spielt er mit dem ein oder anderen Klischee – äußert dabei aber keinerlei Vorurteile über „die Deutschen“.
Beim Lesen fiel es mir manchmal schwer zu glauben, dass es sich tatsächlich um einen Erfahrungsbericht handelt. Das liegt aber weniger an Boyes’ Darstellung der Deutschen, als vielmehr an der britischen Sichtweise, die im Buch zum Vorschein kommt. Ein Beispiel: In seiner Tätigkeit als Korrespondent recherchiert er natürlich genau das, was die Menschen in seiner britischen Heimat an Deutschland interessiert – und das wäre: „War Hitler tatsächlich Vegetarier?“ Er trifft sich zur Klärung dieser „weltbewegenden“ Frage mit Hitlers letztem Kellner in Bayern, um so eine anscheinend revolutionäre Erkenntnis über Deutschland zu gewinnen. Überraschung, denke ich: Dann gibt das Buch mindestens genauso viel Aufschluss über „die Briten“, wie über „die Deutschen“ – und kann mir das Grinsen nicht verkneifen. Sicher ist: Lesen lohnt sich, und zwar nicht nur für Deutsche. Die haben zwar die Wahl, sich von Boyes Beschreibungen zu distanzieren oder das Beschriebene einfach schmunzelnd hinzunehmen. Aber auch für alle Nicht-Deutschen, die einige Erfahrungen in Deutschland gesammelt haben, ist “My dear Krauts” ohne jeden Zweifel amüsant zu lesen. Boyes schrieb das Buch mit der Würze eines großartigen Journalisten – da macht das Lesen richtig Spaß! Nur der britische Humor machte mir zwischendurch immer wieder zu schaffen, ich persönlich kann damit nichts anfangen… Wie geht es euch damit? Findet’s raus!

Das Buch gibt es uebrigends auch in der FH Bib. Aber wehe das leiht sich jemand aus, bevor ich dazu komm
Oh, in der Bib? Ist ja kaum zu glauben…
Aber keine Sorge, Alex: Du kriegst es dann von mir