80.000 Fragen im Gepäck: Dennis Gastmann

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„Das kann ja jeder!“, könnte man sagen: Um die Welt reisen und recht naive Fragen stellen. Bittesehr! Es macht halt nur nicht jeder. Doch genau das ist das Erfolgsrezept von Dennis Gastmann. Mit der Reporterfigur „Dennis“ geht der 30-Jährige gerne den großen Fragen der Menschheit, naja, in jedem Fall aber journalistisch relevanten Themen auf den Grund. Fragt zum Beispiel in Down Under ganz platt: „Warum wollen eigentlich alle nach Australien?“. Um das rauszufinden, spricht er mit dem Bürgermeister einer Einwanderungsbehörde und quält sich durch einen typischen Work-and-Travel-Job bei der Weinernte.

Frischer Wind im deutschen Fernsehen

So marschiert Dennis Gastmann mit seinem Köfferchen – und rund 80.000 Fragen im Gepäck - um die Welt. In nur einem Jahr hat Gastmann auf diese Weise in 18 Ländern unterwegs. Heraus kamen 26 Kurzfilme, zu sehen immer dienstags um 23.15 Uhr im NDR: „Mit 80.000 Fragen um die Welt“ heißt die aktuelle Serie.

Die ZEIT Online schreibt über Dennis Gastmann: „Er revolutioniere die Auslandsreportage, wird über ihn gesagt, in jedem Fall bringt er frischen Wind in die deutsche Fernsehlandschaft“. Wer jetzt neugierig auf den Weltreporter ist, kann Dennis Gastmann auch bei Facebook „treffen“. Hier beantwortet er schon mal die Fragen seiner Fans – zumindest wenn sie ausreichend tiefgründig oder absurd sind.
Zum Facebook-Profil von Dennis…

Anthony Bourdain: Eine Frage des Geschmacks

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Sag mir was du isst, und ich sage dir, wer du bist

Essgewohnheiten, Nationalgerichte oder die Art und Weise ihrer Zubereitung verraten mitunter viel über die Kultur eines Volkes. Genau diesen Zugang zur Kultur wählt der New Yorker Koch und Gourmet Anthony Bourdain. Er reist mit seinem Kamerateam durch die Welt, kostet mehr oder weniger exotische Spezialitäten der landestypischen Küchen und präsentiert diese in seiner Fernsehsendung Anthony Bourdain: No Reservations (deutsch: Anthony Bourdain – Eine Frage des Geschmacks) einem weltweiten Publikum.
Doch die Arbeit des New Yorker Küchenchefs ist weit mehr als die Präsentation exotischer Gaumenfreuden: Bei jeder Reise begegnet er der Küche und Kultur mit beispielhafter Offenheit: völlig unvoreingenommen, oder aber in vollem Bewusstsein über die festgefahrenen Vorstellungen in seinem Kopf.

Zu Gast bei einheimischen Familien

Besonders spannend aus interkultureller Sicht: Bourdain lässt sich für jede Folge von „No Reservations“ von einem englischsprachigen „Local“ in die Esskultur des Landes einführen. Mithilfe dieses Insider-Wissens nähert er sich Stück für Stück den kulturellen Besonderheiten: Anthony hat Hunger – sein Guide offenbart einen Geheimtipp oder eine Empfehlung, wie beispielsweise gebackene Schweineohren am Straßenrand. Aber damit nicht genug: Einheimische Familien laden den reisenden Koch zu sich nach Hause ein, präsentieren ihm und seinem Publikum voller Stolz ihre vielfältigen Köstlichkeiten. Doch Anthony Bourdain schaut im wahrsten Sinne über den Tellerrand hinaus. Er will verstehen, was die Menschen bewegt und wie sie leben. Er setzt bei dem an, was er weiß oder gehört hat, forscht weiter, stellt seinen Gastgebern alle Fragen, die ihm auf den Nägeln brennen – und entkräftet dabei das eine oder andere Klischee.

Kultur in 45 Minuten

Keinen Kontinent spart Anthony Bourdain für seine Sendung aus, isst bei einem afrikanischen Naturvolk in Asche und Dreck gekochte Straußeneier oder macht sich auf die Suche nach dem besten Junk-Food in Kalifornien. Freilich sind einer 45-minütigen Sendung Grenzen gesetzt. Und genau da liegt das Besondere: Anthony Bourdain maßt sich nicht an, die Kultur nach einer Reise zu kennen. Er gesteht sich ein, wie wenig er eigentlich weiß, zieht keine allgemeingültigen Schlüsse aus dem Erlebten, lässt offene Fragen stehen. Zum Weiterdenken. Seine Herangehensweise ist und bleibt wertvoll: Denn wo könnte ein Reisender mehr über die Menschen, ihr Denken und ihre Lebensweise erfahren, als in tiefgreifenden Gesprächen als Gast am heimischen Tisch?

Eine Frage des Geschmacks läuft Sonntag abends auf DMAX.
Die erste Staffel ist bereits auf DVD erhältlich:
Anthony Bourdain - Eine Frage des Geschmacks - Staffel 1

Mit dem VW-Bus auf Integrationskurs

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123 Istanbul

Ein alter VW-Bus auf Integrationskurs: Für die 3Sat-Sendung 123 Istanbul sind Katrin Bauerfeind und Henning Wehland zu einer abenteuerlichen Wettfahrt gestartet – durch den südlichen Balkan bis nach Istanbul. Nach der 3.000 Kilometer weiten Reise durch acht Länder locken in Istanbul der Pokal und ein türkischer Pass. Unterwegs gilt es, verschiedene Aufgaben rund um Land und Leute zu lösen - dafür gibt es dann die begehrten Integrationspunkte.

Begleitet werden die ehrgeizigen Kontrahenten von einem besonderen Reiseleiter: Musiker und Entertainer Friedrich Liechtenstein zeigt den beiden Deutschen schöne Landstriche und bringt ihnen historisch und kulturell bedeutsame Orte näher – von Slowenien über Albanien bis in die Türkei. Wer von beiden macht das Rennen? Mittwoch abends im 3Sat!

Folge 3: Mittwoch, 4. März 2009
Folge 4: Mittwoch, 11. März 2009

Mehr unter www.123istanbul.de.

Die Komik zwischen den Kulturen

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Fachgebiet des Comedian Kaya Yanar? Kulturelle Unterschiede! Quelle der Inspiration? Die eigene Biografie. Als türkischstämmiger Deutscher hat Yanar erkannt: Interkulturelle Kommunikation bietet schier endlosen Stoff fürs Comedy-Programm. Während man bei ihm selbst von geglückter Integration sprechen kann (deutsche Schule, deutsches Studium etc.), macht sich Yanar von Berufs wegen über alle Facetten des türkisch-deutschen Zusammenlebens lustig. In seinem neuen Programm „Made in Germany” regt er die Deutschen zur Selbstironie an - und erweitert seine Inspirationsquellen: Auch Inder, Chinesen, Holländer oder Isländer sind dankbare Opfer.

Heidi auf Arabisch

Wortgewandt, gestenreich und mit unverwechselbarer Mimik witzelt Yanar über Kulturen, Integration und sprachliche Besonderheiten. Geschickt klärt er über paraverbale Eigenheiten der Sprachen auf (Deutsch, Chinesisch, Arabisch, Türkisch…) und führt anschaulich in die Wirkung von Prosodie und Intonation ein: Wie klingt “Heidi” auf Arabisch? Kaya Yanar weiß es! Oder Türkisch: Die Sprache sei mit ihren vielen ü’s eigentlich richtig „putzig”. Wer sich von Halbstarken mit türkischem Migrationshintergrund in Deutschland eingeschüchtert fühlt - nach dem Motto: Ey, du! Ja genau du, was guckst du? - dem rät Yanar: hinter der Ecke warten, bis sie wieder Türkisch sprechen. Putzige kleine Jungs seien das dann, die man gar nicht fürchten könne.

Seine Späße zünden, egal ob sie lediglich bekannte Klischees bedienen oder Vorurteile als solche enttarnen. Tatsächlich schafft es Yanar immer wieder, scherzhaft auf interkulturelle Sachverhalte aufmerksam zu machen, die vielen nicht bewusst sind. Jede Szenerie wird mehr als lebendig, wenn Yanar temperamentvoll zwischen den (kulturellen) Rollen hin- und herspringt. Man könnte meinen, er bewegt sich auf heiklem Terrain - schließlich ist Interkulturelle Kommunikation ein sensibles Thema. Doch der Comedian besitzt eben diese Sensibilität, ist intelligent genug, jeden Gag so zu verpacken, dass niemand sich provoziert oder diskriminiert fühlt. Er bezieht seine Fans ebenso aus dem deutschen wie aus dem türkischen “Lager”. Damit wird er zum Vermittler zwischen den Kulturen: Sein Publikum ist groß, breit gefächert, und vor allem: Es schenkt im Gehör!

Kaya Yanar live:

30.10.08 Kassel, Stadthalle
12.12.08 Freiburg, Paulussaal

Weitere Termine unter www.kaya-yanar.de

Real Time Players

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Israelische und deutsche Jugendliche tauschen sich aus -
per Videotagebuch im Internet

Die 21-jährige Israelin Daniella hat sich für drei Jahre bei der israelischen Armee verpflichtet. Die Armee ist für Daniella wie eine zweite Familie. Was hält wohl der deutsche Wehrdienstverweigerer Benny davon? Die Antwort gibt er per Video-Blogbeitrag für das ZDF-Online-Projekt “Real Time Players”.

Fünf deutsche und fünf israelische Jugendliche zeigen in Videotagebüchern Szenen aus ihrem Alltag, sprechen über ihre persönlichen Ängste oder interviewen ihre Landsleute. Dabei verstehen sie nicht immer Alles, was die anderen mitteilen: Dass israelische Jugendliche auf die Frage, was ihnen zum Stichwort Deutschland als erstes in den Sinn kommt, fast ausnahmslos “Nazi” antworten, hätten weder die 19-jährige Marie aus Berlin noch die 23-jährige Muslima Neslihan, die in Deutschland lebt und studiert, so erwartet - jedenfalls nicht in dieser Deutlichkeit. Neslihan beschäftigt sich unterdessen mit der Frage “Was ist eigentlich typisch deutsch?” und klärt darüber auf, warum ihr Kopftuch für sie ein Teil von ihr ist. Das wiederum versteht der in Israel lebende Araber Asaad überhaupt nicht - mit Religion jedenfalls habe das nichts zu tun…

Ein interessantes Projekt, das meiner Ansicht nach nicht auf deutsche und israelische Jugendliche beschränkt bleiben sollte. Hier geht’s zum Videoblog der “Real Time Players”: http://blog.zdf.de/realtimeplayers/.

Unmistakeably German

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Deutsche Schäferhunde, bayerische Blasmusik, Dirndl und Bratwurst: Der französische Automobil-Hersteller Citroen versteht das Spiel mit deutschen Stereotypen. Ein neuer Werbespot für den Citroen C5 bietet wahrscheinlich alles, was man in Deutschland bzw. von “den Deutschen” erwartet…

Einzusehen ist das Video bei YouTube.com über folgenden Link:

P.S.: Ob der Spot wohl auch im deutschen Fernsehen läuft?