Der “Weltempfänger” – Die alternative Bestenliste
Frankfurter Buchmesse 2009: China ist Partnerland - und die Messe bietet wieder ausreichend Gelegenheit, sich über internationale Literatur zu informieren. Die deutsche Bücherwelt freut sich besonders auf Diskussionen, Gespräche und Lesungen zur chinesischen Literatur. Wer nun aber keine Zeit hat, selbst über die Buchmesse zu schlendern, dem empfehle ich den “Weltempfänger“, die alternative Bestenliste, herausgegeben von der “Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika” (litprom). Ziel der Gesellschaft: “Unbekannte Stimmen hörbar zu machen und Nebenwege durch die Überfülle der Neuerscheinungen zu erschließen”.
Auf der aktuellen Bestenliste ist China freilich stark vertreten: Yu Hua ist drauf, mit seinem umfangreichen Roman „Brüder“, Ma Jian, der mit dem Leser in „Red Dust“ durch China reist und Feng Li mit der Satire über einen alternden Bürokraten. Wem das nicht reicht, der bekommt bei Litprom noch mehr Inspiration. In der Weltempfänger-Jury sitzen vorwiegend Kultur-Redakteure großer Medien, den Vorsitz hat Ilija Trojanow, Autor von “Der Weltensammler”. Medienpartner ist der TV-Sender ARTE, der den “Weltempfänger” mit News und Rezensionen begleitet.
Auch unabhängig von der Buchmesse macht der „Weltempfänger“ regelmäßig auf teils weniger beachtete Juwelen der internationalen Literatur aufmerksam, „… denn Literatur ist Welterfahrung und die Welt hört nicht an den Grenzen Europas auf.“ (Kristina Pfoser, Literaturkritikerin ORF1 und Mitglied der Weltempfänger-Jury)
