Mein Praktikum in Genf

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In der Stadt, wo mein jedes Gespräch mit dem Satz „Do you speak English? Sorry, I do not speak French!“ beginnt…

Hallo an ICEUS Studenten, die sich zurzeit überall in der Welt befinden!

Das Praktikum hat mit dem Kennenlernen der Stadt Genf angefangen. Ich habe früher in Statistiken gelesen, dass 70% der Schweizern sprechen Deutsch und nur 25% Französisch. Also ich hab gehofft, dass ich während meines Praktikums genau diesen siebzig Prozent deutschsprachigen treffen werde und hatte keine Mühe gegeben, um Französisch zu lernen, d.h. 0% französische Kenntnisse. Leider hat mein Aufenthalt so weit gezeigt und streng bewiesen, dass ich dringend Französisch brauche.

Ich bin zuerst in einem Studentenwohnheim gelandet, wo ich sehr interessante Menschen getroffen habe (meistens afrikanische und internationale Studenten, und nur einer schweizerischer Student), die zum Glück Lust hatten, mit mir auf Englisch zu reden. Einer von diesen Studenten hat mir sogar geholfen eine neue Wohnung zu finden, denn die Vermieter hier sprechen meistens keine anderen Sprachen als Französisch. Meine neue Vermieterin übrigens ist der Fall. Ich rede mit ihr entweder mit „Sign language“ (d.h. Notsprachsituation ist mein Alltag) oder gar nicht, zum Glück verstehe ich mich mit ihren Kindern sehr gut. Sie sind noch klein und können mit all möglichen Mitteln mir vermitteln, was sie mir sagen wollen. Ich bin nun gespannt, wer am Ende welche Sprache erlernen wird, ich Französisch oder sie Englisch?

So weit war für mein Leben außer Praktikum. Jetzt ist das Praktikum, das ich schon seit zwei Wochen in einer Firma mache. In der Firma habe ich auch sehr internationale Atmosphäre, wo meine Kollegen aus Australien, USA, Italien, Schweiz kommen. Ich repräsentiere dabei Kirgistan und zugleich Deutschland. Die Kollegen sind sehr nett und dennoch unterhalten wir uns nicht so oft, denn jeder hat was zu tun. Der Gründer und Chef der Firma sitzt immer mit Praktikanten in einem Raum. Alle (mit Praktikanten zusammen)nennen ihn von Vornamen und können ab und zu Witze mit ihm machen. Er ist also immer dabei, wenn jemand was zu fragen hat.

Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten mit der Analyse der Informationen, aber kriege ich es langsam hin. Außerdem gibt es interessante Fakten über die Mitarbeitern, z.B. die schweizerischen Mitarbeiter laufen in der Firma Barfuss (übrigens so was habe ich auch in einer der größten Bibliotheken Genf beobachtet). Ich möchte kein Stereotyp bilden, dass so was nur die Schweizern machen, denn ich gewöhne mich auch langsam zu diesem Klima und finde es sehr praktisch Barfuss im Büro zu laufen.

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