Internationale Sommeruniversität Fulda

Filed Under Verschiedenes · Tagged:  

Hallo an alle aus Fulda!

Wie ihr euch vielleicht erinnern könnt, habe ich einen Teil meines Praktikums bei der Internationalen Sommeruniversität Fulda gemacht und über diese tolle Erfahrung möchte ich endlich was erzählen :)

Zuerst ein paar Worte zur ISU selbst. Es kommen nach Deutschland Studenten aus aller Welt, Deutsch zu lernen, verschiedene Seminare zu besuchen, als auch viel über das Land selbst durch das Kulturprogramm zu erfahren, natürlich Kontakte zu knüpfen und den besten Sommer zu erleben (ISU – the summer of your life!). Das passiert innerhalb von vier Wochen und nicht ohne unsere (ISU Team) Hilfe :) In diesem Jahr habe ich auch “the summer of their lives” mitorganisiert und miterlebt.

Bei Sommeruni habe ich schon einige Stunden pro Woche seit Ende März gearbeitet und habe einen guten Blick von der Organisation bekommen. Meine Arbeit hat mit dem Büroumzug angefangen und ich habe meine ersten Arbeitsstunden beim Ein- und Auspacken von zahlreichen Kartons verbracht. So habe ich mich mit den wichtigen und nutzlosen Gegenständen des Büros vertraut gemacht. Danach habe ich viele Dokumente ganz brav in Ordner reingelegt und alles schön beschriftet; weiter habe ich E-Mails gecheckt, Einladungen gefaxt, eine Menge Kopien gemacht, zahlreiche Tabellen gestaltet, Peilen von Briefumschlägen gestempelt… alles, was es im Büro zu tun gibt, aber auch ganz interessante Sachen wie z.B. die Wochenendefahrten nach Berlin, München und Wien mitgeplant und mitorganisiert. Mit dieser Arbeit habe ich zusammen mit zwei anderen Tutoren (assistant coordinators klingt besser) unter Betreuung von der ISU Koordinatorin gekämpft.

Als die Zeit der Ankunft von unseren Studenten sich näherte, hatten wir immer mehr zu tun und das Ende des Semesters haben wir ganz schön bis um 10 Uhr abends im Büro gefeiert: wir mussten Begrüßungsmappen vorbereiten, Luchpakete für den ersten Tag packen, die Präsentation fertig machen, ach ja die Broschüren noch ins Englisch übersetzen und unsere wunderschöne Halle 8 für die Eröffnungsfeier mit 23 Flaggen dekorieren… und das ganz Spannendste – uns die von Fuldaer Studenten vermieteten Wohnungen noch mal anschauen: haben sie da geputzt? Bettwäsche gelassen? Den Müll rausgeholt?..

Und endlich, am 14. Juli um 7 Uhr morgens waren wir alle in Cafe Terminal am Bahnhof, in unseren uni-sex und uni-Größe schwarzen ISU T-Shirts. Wir holten uns Kaffee und fingen an zu warten. Jetzt werden wir die Gesichter von den Leuten sehen, deren Namen wir schon Hundert mal in unsere Tabellen eingetippt haben, 65 Studenten aus 23 Ländern… So ein Kaleidoskop von Persönlichkeiten, die sich meiner Meinung nach in den kommenden vier Wochen sehr gut verstanden haben.

Nach offiziellen Veranstaltungen und Begrüßungen am nächsten Tag, haben die Studenten mit ihrem Unterricht und Unterhaltungsprogramm begonnen und wir mit unserer Unterstützung dabei. Unser Alltag begann mit dem Aushängen von neuesten Informationen für den Tag und dann Büroarbeit, nicht immer ohne Stress. Dazu kam die Betreuung von unseren Studenten in allen möglichen Fragen: Ich habe meinen Schlüssel verloren! Die Dusche in meiner Wohnung ist verstopft! Ich möchte in Deutschland studieren. Wo kann ich meine Haare schneiden lassen?..

Abends haben wir etwas zusammen unternommen: einen Ausflug in der Umgebung, Spielen, Betriebsbesichtigung, Kneipentour… Also, manchmal erstreckte sich unser “Arbeitstag” tief in die Nacht :)

An zwei Wochenenden bin ich auf dreitägige Exkursionen mitgefahren, nach Berlin und nach München. Great fun, aber keine richtige Erholung, weil es schwieriger sein kann, auf 60 Erwachsene “aufzupassen”, als auf einen Kindergarten. In der 3. Woche habe ich das so gewünschte freie Wochenende gekriegt und meine Kräfte für die letzte Woche aufgebaut. Der Monat war schnell vorbei…

Ich konnte ziemlich viel von meiner Arbeit in ISU erzählen, möchte aber euch nicht weiter langweilen, wenn ihr überhaupt noch so lange gelesen habt :)
Dazu möchte ich nur noch sagen, dass diese Zeit eine sehr emotionelle Erfahrung für mich war und mir auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht hat. Dieser Job war gut für meine (interkulturelle) kommunikative und personal skills, organisatorische Fähigkeiten, als auch sprachliche (Deutsch-Englisch-Russisch switching).

Comments

2 Responses to “Internationale Sommeruniversität Fulda”

  1. Solla on September 12th, 2007 12:47 pm

    toller Eintrag ! es klingt nach einer erfahrungsreicher Zeit und vielen interkulturellen Erfahrung :) Ich hätte gerne mehr gelesen !

  2. Katya on September 12th, 2007 9:56 pm

    Danke für deinen Kommentar, Solla! Sehr ermutigend- wenn mir noch was Interessantes einfällt, werde ich darüber schreiben :)

Hier können Sie gerne Ihren Kommentar abgegen...
falls Sie ein Bild benutzen wollen, können Sie sich hier einen Gravatar
herunterladen...