Interkulturelle Kommunikation bei WoW
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Im Blog des Online-Spielers Roger aka Asak, dem “Krieger” habe ich einen witzigen und doch interessanten Aspekt der interkulturellen Kommunikation entdeckt. Gegenstand ist das Online-Spiel World of Warcraft. Für alle unter Euch die mit Computerspielen nicht so firm sind: World of Warcraft oder kurz WoW (Welt der Kriegskunst) ist ein sogenanntes Massen-Mulitplayer-Online-Rollenspiel, wo mittlerweile Millionen von Menschen über das Internet zusammen oder gegeneinander spielen.
Zum Hintergrund: Mittlerweile haben sich rund um World of Warcraft allerhand Geschäftsmodelle entwickelt. So kann man die virtuelle Währung („Gold“) ohne weiteres in echtes Geld verwandeln, indem man das erspielte “Gold” anschließend zum Beispiel über ebay verkauft. In China hat sich hierfür ein ganzer Industriezweig etabliert. Es werden billige Arbeitskräfte eingestellt, die in Schichtarbeit online “Gold schürfen”, welches ihre Arbeitgeber gewinnbringend an Spieler in der ganzen Welt veräußern. Gold schürfen kostet Zeit – verständlich, dass die miesten Spieler ihre kostbare Spielzeit lieber mit spannenden Abenteuern, als mit langweiligem Gold sammeln verbringen. Hierzu ein kleines Video:
Und da immer mehr Spieler mit den chinesischen Goldfarmern Probleme haben, oder einfach von ihnen auf chinesisch angesprochen werden, um Gold oder Items zu kaufen, hat Asak seinen WOW Chinesischkurs für Anfänger online gestellt. Die Vokabeln umfassen neben den absoluten Basics, wie „hallo“, „ok“ und „Ich spreche kein chinesisch. Gib mir Geld“ auch Sätze härterer Gangart. So kann man einem “farmenden” Chinesen sein Gold auch einfach mit dem Satz: „Treib das Geld auf, sonst breche ich dir die Beine“ wieder abluchsen. Er rät seinen Lesern sich die wichtigsten Sätze „mit rot auf den Unterarm zu schreiben, um sie immer parat zu haben.“
Lustig wie weit interkulturelle Kommunikation doch gehen kann.
P.S. Asak distanziert sich von jeglichem Rassismus und sieht seinen Beitrag eher sarkastisch und ironisch. Recht hat er, nicht, dass er die gleichen Probleme kommt wie Mister Wong, die erst kürzlich ihr Logo auf grund von rassistischen Vorwürfen von ihrer Website entfernt haben.

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