Paz y Cooperación

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Hier mal wieder News von mir aus Madrid.
Der Chef ist seit 2 Wochen zurück und seither hat sich beim Praktikum so ziemlich alles geändert. Meine riesige Excel-Tabelle ist abgeschlossen und endlich wurde ich mit ein paar interessanteren Aufgaben bedacht.

Im Oktober steht die Ausstellung der besten Bilder des Schulpreises bevor, von dem ich im letzten Bericht schon erzählt habe. Das heisst, die besten Bilder müssen ausgewählt werden und es warten jede Menge organisatorische Aufgaben, wie Einladung schreiben, Verpflegung organisieren auf mich. Hauptsächlich übernehme ich also die typischen “Sekretärinnen-Aufgaben” und erledige auch jede Menge Korrespondenz für den Chef.
Gerne würde ich noch mehr an den Entwicklungsprojekten mitarbeiten, die die NGO in Lateinamerika, Afrika und dem Nahen Osten koordiniert. Dafür sind aber hauptsächlich die Festangestellten zuständig und meine Mithilfe beschränkt sich in diesem Bereich auf Übersetzungen vom Spanischen ins Englische und andersrum und hin und wieder mal das Vorformulieren eines Texts. Da die Themen aber sehr interessant sind, kann hin und wieder sogar eine Übersetzung Spass machen…
Das Highlight der Woche ist es aber, wenn ich hin und wieder zu irgendwelchen Konferenzen geschickt werde. Vorgestern war ich zum Beispiel im Aussenministerium bei einer Versammlung von Vertretern verschiedener NGOs zum Thema Menschenrechte. Dort musste ich Notizen machen und versuchen möglichst alles zu verstehen, um meinem Chef am nächsten Tag einen Bericht abliefern zu können, was dort “Wichtiges” diskutiert wurde.
Insgesamt bin ich jedenfalls sehr glücklich hier, woran die unglaublich tolle Stadt natürlich neben dem Praktikum auch nicht ganz unschuldig ist ;-). In Madrid ist einfach immer (zu jeder Tages- und Nachtzeit) jede Menge los und ich habe das Gefühl noch lange nicht alles gesehen zu haben und nur einen minimalen Bruchteil der kulturellen Angebote wahrgenommen zu haben. Bisher ist aber das Wetter einfach noch zu gut und statt ins Museum oder in Ausstellungen zu gehen, geh ich dann doch lieber in den Park oder in die unzähligen Strassencafés. Aber der Oktober kommt ja auch noch…

Praktikum in einer NGO

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Nach dem dritten Arbeitstag kann ich jetzt auch die ersten Ergebnisse zur Organisationsstudie beitragen.

An meinem ersten Tag wurde ich von zwei festangestellten Spanierinnen sowie drei internationalen Praktikanten empfangen. Sie erzählten mir bei einem Kaffee erstmal von der Arbeit der NGO allgemein und woran jeder einzelne im Moment  arbeitet. Ziemlich schnell wurde klar, dass hier ein sehr lockerer und persönlicher Arbeitsstil herrscht. Später bekam ich mein eigenes Büro mit PC (leider ohne Internetzugang) zugewiesen und began mit der Arbeit. Diese wird die nächsten Wochen eher langweilig sein, da im August in Spanien alle im Urlaub sind und fast nichts los ist. Auch der Chef der NGO ist bis Ende August weg und somit wird es in den nächsten zwei Wochen keine neuen Projekte geben. So lange ist es meine “Mission” hunderte von Namen und Kontaktdaten von Schülern aus aller Welt in eine Excel-Tabelle einzutragen, die bei einem ausgeschrieben Schulpreis mitgemacht haben und Bilder eingeschickt haben. Es ist zwar ganz spannend all die Bilder zum Thema “Menschenrechte” der Schüler anzuschauen, aber mit der Zeit wird es doch ziemlich langweilig all die Namen und Adressen abzuschreiben. Zum Glück bemühen sich die Kollegen jedoch mir hin und wieder mal ein bisschen Abwechslung zu bescheren und interessantere Aufgaben zu geben.

Die Arbeitsatmosphäre ist hier jedenfalls sehr angenehm und man jeden jederzeit um Hilfe fragen. Auch bleibt genug Zeit, um sich ein wenig über Persönliches zu unterhalten. Eine Hierarchie ist hier im Moment überhaupt nicht wahrzunehmen, allerdings könnte ich mir vorstellen, dass sich das Arbeitsklima vielleicht ein bisschen “verschärfen” könnte wenn der Chef zurückgekehrt ist.

Trotzdem freu ich mich schon auf seine Rückkehr. Die kommenden Projekte im September und Oktober hören sich nämlich sehr vielversprechend an…

Madrid

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Ich bin am Mittwoch sehr spät in Madrid angekommen und als ich am Donnerstagmorgen von lauten Stimmen, Lachen und Geschirr klappern geweckt wurde, wusste ich sofort ohne einen Moment der Orientierungslosigkeit: Ich bin in Spanien.

Bald wurde mir klar, dass der Lärm nicht von meinen Mitbewohnern verursacht wurde, sondern aus anderen Wohnungen durch mein (wegen fast unerträglicher Hitze geöffnetes) Fenster drang. Ich wohne in einem dieser typischen Häuser mit fünf Etagen und fünf Wohnungen auf jeder Etage. Die Wohnungen sind um einen Innenhof angeordnet und man könnte sagen, dass ich nicht nur zwei Mitbewohner haben, sondern ungefähr 70. Man kriegt einfach alles mit was in diesem Haus passiert. Jeder Streit, jede Unterhaltung hallt durch den Innenhof. Verschiedene Musikrichtungen und Fernsehsendungen vermischen sich zu einem Wirr-Warr, das hin und wieder nur durch lautes Lachen übertönt wird. Dieser ständige Lärmpegel scheint aber auch niemanden zu stören, auch nicht, wenn er bis tief in die Nacht anhält. Dank Hitze und Lärm ist also an viel Schlaf nicht zu denken. Dafür wird es während der Siesta dann doch plötzlich ganz ungewohnt still und gestern hab ich dann tatsächlich auch die Roll-Läden runtergelassen und zwei Stunden geschlafen, obwohl ich normal nie Mittagsschlaf mache…Das mit dem Akklimatisieren geht also schnell!