Spanische Bücher: Neuerscheinungen und Tipps

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Gute Nachrichten für Freunde spanischer Literatur: Eine neue Internetseite informiert regelmäßig über Neuerscheinungen auf dem spanischen Buchmarkt: www.newspanishbooks.de bietet die Möglichkeit, gezielt nach Autoren, Buchtiteln oder Verlagen zu suchen. Auch die Recherche nach Themenbereichen ist möglich: Hier steht ein breites Spektrum zur Auswahl, von Literatur bis populäres Sachbuch, von Kinder- und Jugendbuch bis Wirtschaft & Recht. Neben der Rubrik „Neue Spanische Bücher“ gibt es zum Beispiel auch die „Buchtipps unserer Experten“, also persönliche Leseempfehlungen von Journalisten, Buchhändlern oder Lektoren.

Service für deutsche Verlage

Die Plattform für spanische Bücher ist ein Gemeinschaftsprojekt des Spanischen Außenhandelsinstituts (ICEX) und dem Spanischen Verlegerverband. Sie dient insbesondere deutschen Verlagen, die sich auf diesem Weg über Neuigkeiten aus der spanischen Literatur informieren und ggf. die Übersetzungsrechte sichern können. So finden die Perlen der spanischen Literatur leichter Einzug in den deutschen Buchmarkt. Zum Service des Webportals gehören außerdem aktuelle Veranstaltungshinweise wie die „Jornadas del Hispanismo“ (3.-5. Mai 2010) an der Universität Heidelberg oder das aktuelle Kulturprogramm des spanischen Kulturinstituts „Instituto Cervantes“.

80.000 Fragen im Gepäck: Dennis Gastmann

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„Das kann ja jeder!“, könnte man sagen: Um die Welt reisen und recht naive Fragen stellen. Bittesehr! Es macht halt nur nicht jeder. Doch genau das ist das Erfolgsrezept von Dennis Gastmann. Mit der Reporterfigur „Dennis“ geht der 30-Jährige gerne den großen Fragen der Menschheit, naja, in jedem Fall aber journalistisch relevanten Themen auf den Grund. Fragt zum Beispiel in Down Under ganz platt: „Warum wollen eigentlich alle nach Australien?“. Um das rauszufinden, spricht er mit dem Bürgermeister einer Einwanderungsbehörde und quält sich durch einen typischen Work-and-Travel-Job bei der Weinernte.

Frischer Wind im deutschen Fernsehen

So marschiert Dennis Gastmann mit seinem Köfferchen – und rund 80.000 Fragen im Gepäck - um die Welt. In nur einem Jahr hat Gastmann auf diese Weise in 18 Ländern unterwegs. Heraus kamen 26 Kurzfilme, zu sehen immer dienstags um 23.15 Uhr im NDR: „Mit 80.000 Fragen um die Welt“ heißt die aktuelle Serie.

Die ZEIT Online schreibt über Dennis Gastmann: „Er revolutioniere die Auslandsreportage, wird über ihn gesagt, in jedem Fall bringt er frischen Wind in die deutsche Fernsehlandschaft“. Wer jetzt neugierig auf den Weltreporter ist, kann Dennis Gastmann auch bei Facebook „treffen“. Hier beantwortet er schon mal die Fragen seiner Fans – zumindest wenn sie ausreichend tiefgründig oder absurd sind.
Zum Facebook-Profil von Dennis…

Interkulturelles Kinderbuch von Rafik Schami

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rafik schamirafik schamiAn der Spitze der unten erwähnten Liste interkultureller Kinderbücher findet sich das Buch “Wie ich Papa die Angst vor Fremden nahm”. Geschrieben hat das von Ole Könnecke illustriertes Buch der erfolgreiche syrische Schriftsteller Rafik Schami. Schami ist in Damaskus geboren und lebt in Deutschland.

Sein Kinderbuch schreibt er aus der Sicht eines kleinen Mädchens, das sich über ihren Papa wundert. Der ist doch so groß und stark und kann eigentlich alles – aber vor Fremden hat er Angst. Doch das Mädchen hat ihre ganz eigene Strategie, wie sie ihrem Papa die Angst vor Fremden nimmt…

Meister der interkulturellen Vermittlung

Die Zeitung Die Welt schreibt über das Buch: “Rafik Schami zeigt einmal mehr, dass er mit Worten zaubern kann. (…) kleine, an Comics erinnernde Illustrationen erhöhen den Witz der Geschichte noch. Seine Einfälle überraschen ebenso wie die von Schami.” Ähnlich positiv der Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: “Wirklich mitreißend und getragen von wunderbar leiser Ironie.” Kein Zweifel: Rafik Schami ist ein Meister der interkulturellen Vermittlung – nicht nur im Erwachsenenbuch.

Interkulturell oder rassistisch

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Der Fall Tim und Struppi

Bestes Beispiel: Der Fall „Tim und Struppi“. Ein in Belgien lebender Kongolese will jetzt den Comic “Tim im Kongo” aus der beliebten Kinderbuch-Reihe “Tim und Struppi“ verbieten lassen. Begründung: Der Inhalt sei rassistisch. Der Comic vermittle ein erniedrigendes und entwürdigendes Bild der Schwarzen im Kongo. Zwar wurde der erstmals 1930 erschienene Comic von Comic-Zeichner Hergé selbst bereits überarbeitet – die 1930 erschienene Version war deutlich vom Denken des Kolonialismus geprägt. Doch laut Bienvenu Mbutu verfestige der Comicband immer noch Vorurteile gegenüber Kongolesen.

Die Verantwortung der Eltern

Der Fall Tim und Struppi zeigt, dass die Grenze von interkulturell wertvoll zu rassistisch im Einzelfall verschwimmen kann. Er macht aber auch deutlich: Ein kritischer Blick der Eltern ins Buch schadet nie. Denn – sei es bewusst oder unbewusst – in der Fülle des Angebots können sich theoretisch immer auch schwarze Schafe verstecken. Im vorigen Beitrag wurde auf eine Liste interkultureller Kinderbücher hingewiesen – Bücher, die Eltern bei der interkulturellen Erziehung ihrer Kinder unterstützen können. Ich habe natürlich nicht jeden einzelnen Titel vorher geprüft – sie stammt von der Homepage des Bildungsserver Niedersachsen. Eine gute Quelle, würde ich sagen. Trotzdem sollten Eltern in jedem Fall vorab genau prüfen, was Sie Ihren Kindern zu lesen geben.

Interkulturelle Toleranz bei Kindern

Kinder wachsen heute mit einem anderen Verständnis von Interkulturalität auf. War eine Klassenkameradin aus der Türkei oder aus Bulgarien vor 20 Jahren noch eine Exotin – mit der kaum jemand etwas zu tun haben wollte –, werden in den Klassenzimmern von heute ganz selbstverständlich Kinder unterschiedlicher Herkunft nebeneinander unterrichtet. Wir wissen zwar, dass das nicht immer ganz problemlos abläuft – man braucht nur an die ständigen Debatten um den Religionsunterricht zu denken. Das gute aber ist: Interkulturelle Freundschaften entwickeln sich heute fast unterschiedslos zu deutsch-deutschen Freundschaften.

Ohne Vorbehalte aufeinander zugehen

So ganz ohne Vorbehalte können wohl nur junge Menschen aufeinander zugehen. Diese Selbstverständlichkeit, mit der die Kinder heute ihre Klassenkameraden mit Migrationshintergrund akzeptieren, kann man sich bei manchem Erwachsenen nur wünschen. Hier ist die Toleranzschwelle leider oft viel geringer. Weil aber Erwachsene im Rahmen der Erziehung großen Einfluss auf ihre Kinder haben, darf dieser Punkt nicht außer Acht gelassen werden.

Der Beitrag der Eltern zur Interkulturellen Toleranz

Eltern können einen wichtigen Beitrag leisten zur Entwicklung der Interkulturellen Kompetenz ihrer Kinder – und zwar nicht nur durch eigenes Verhalten und Erläuterungen. Sie können ihre Kinder beispielsweise auch mit entsprechenden Büchern an das Thema heranführen. Im Handel gibt es jede Menge Bücher, die interkulturelle Themen kindgerecht aufbereiten und damit bestens geeignet sind, die Sensibilität und Toleranz der Kinder auszubilden bzw. zu fördern. Claudia Maria Korte vom Projekt Lesebus in Niedersachsen hat eine interessante Liste mit Kinderbüchern zusammengestellt, die im Hinblick auf die Interkulturelle Kommunikation wertvoll sind. Das fängt schon bei den ganz kleinen an, mit interkulturellen Bilderbüchern. Wer die Liste einmal genauer durchsieht, kann tatsächlich das eine oder andere Juwel entdecken!

Verzaubert von Interkultureller Kommunikation

Interkulturelle Kommunikation ist im Trend. Andere Länder, andere Sitten - und alle wissen Bescheid: In China machen sie dies, in Afrika jenes… Der weltoffene, vielgereiste Bürger von heute profiliert sich bei jeder Gelegenheit durch solche Sprüche. Man kennt sich halt aus in der Welt!

Fragt man diese Kosmopoliten dann, was eigentlich genau dahinter steckt, geraten die meisten schon ins Stottern. Schlimmer noch: Die Wenigsten haben sich überhaupt solche Gedanken gemacht. Die psychologischen, historischen Wurzeln bestimmter Gebräuche, Verhaltensweisen oder sprachlicher Ausdrücke werden einfach ausgeblendet.

Interkulturelle Trainings: “Kurzzeitig intensiv berührt”

Da nützt auch ein zweitätiges Intensivtraining zur Interkulturellen Kommunikation nicht wirklich was. Das jedenfalls meint Dr. Petia Genkova von der Universität Passau. Im „Report Psychologie“ (1/2010) nimmt die deutsch-bulgarische Psychologin kein Blatt vor den Mund: “Verzaubert von dem Gegenstand der interkulturellen Kommunikation, wonach alle so wunderbar unterschiedlich sind, ist man kurzfristig intensiv bemüht, besonders verständnisvoll und tolerant zu sein.” Mit anderen Worten: Gut gemeint, nützt aber nichts!

Ganz so kritisch würde ich das nicht sehen. Das steigende Interesse an Interkultureller Kommunikation ist doch grundsätzlich nicht verkehrt. Nicht jeder kann sich auf wissenschaftlicher Ebene mit dem Thema befassen. Und mal ehrlich: Offenheit und echtes Interesse sind doch die besten Voraussetzungen für ein tieferes Verständnis des „Anderen“. Und so gesehen ist der Smalltalk über den letzten Urlaub ja auch nur die Spitze des Eisbergs. 

Der “Weltempfänger” – Die alternative Bestenliste

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Frankfurter Buchmesse 2009: China ist Partnerland - und die Messe bietet wieder ausreichend Gelegenheit, sich über internationale Literatur zu informieren. Die deutsche Bücherwelt freut sich besonders auf Diskussionen, Gespräche und Lesungen zur chinesischen Literatur. Wer nun aber keine Zeit hat, selbst über die Buchmesse zu schlendern, dem empfehle ich den “Weltempfänger“, die alternative Bestenliste, herausgegeben von der “Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika” (litprom). Ziel der Gesellschaft: “Unbekannte Stimmen hörbar zu machen und Nebenwege durch die Überfülle der Neuerscheinungen zu erschließen”.

Auf der aktuellen Bestenliste ist China freilich stark vertreten: Yu Hua ist drauf, mit seinem umfangreichen Roman „Brüder“, Ma Jian, der mit dem Leser in „Red Dust“ durch China reist und Feng Li mit der Satire über einen alternden Bürokraten. Wem das nicht reicht, der bekommt bei Litprom noch mehr Inspiration. In der Weltempfänger-Jury sitzen vorwiegend Kultur-Redakteure großer Medien, den Vorsitz hat Ilija Trojanow, Autor von “Der Weltensammler”. Medienpartner ist der TV-Sender ARTE, der den “Weltempfänger” mit News und Rezensionen begleitet.

Auch unabhängig von der Buchmesse macht der „Weltempfänger“ regelmäßig auf teils weniger beachtete Juwelen der internationalen Literatur aufmerksam, „… denn Literatur ist Welterfahrung und die Welt hört nicht an den Grenzen Europas auf.“ (Kristina Pfoser, Literaturkritikerin ORF1 und Mitglied der Weltempfänger-Jury)

Neapel: Ex-Sträflinge als Reisebegleiter

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In seinem Bestseller „Gomorrah“ gibt Roberto Saviano recht detailliert Einblick in die Machenschaften der italienischen Mafia. Zahllose Menschen sind und waren im “wirtschaftlichen” Netz der Camorra gefangen - verhaftet wurden freilich auch solche, die von Mord und Gewaltverbrechen weit entfernt waren.

Das Pilotprojekt als neue Chance

In Neapel startet jetzt ein Pilotprojekt, das diesen Ex-Häftlingen eine neue Chance bietet: Für 500 Euro im Monat kümmern sich die Entlassenen um Neapel-Touristen. In gelben Westen verteilen sie Stadtpläne, geben Auskunft über bestimmte Stadtviertel und führen die Gäste sicher ans Ziel. Der Gewinn für die Touristen liegt auf der Hand: Allzu leicht verlaufen sich Besucher in den vielen kleinen Gässchen der verwinkelten Altstadt – ein Mekka für Taschendiebe. Den Kreuzfahrt-Touristen geben die Ex-Sträflinge schon am Hafen Tipps: zum Beispiel, dass man die Rolex besser an Bord lässt.

Kritik: Mafiosi werden auf Touristen losgelassen

Eigentlich sind Sie die perfekten Reisebegleiter: Niemand kennt die Stadt besser – und jeder führt nur durch das Viertel, in dem er selbst aufgewachsen ist. Trotzdem muss der kampanische Bildungsreferent Corrado Gabriele für seine Idee auch Kritik einstecken: Mafiosi und Gewaltverbrecher würden in Neapel auf die Touristen losgelassen, heißt es in Rom. In Wirklichkeit handelt es sich um Menschen, die unter das Amnestiegesetz fallen. Trotzdem bleibt deren soziale Wiedereingliederung schwierig – das Pilotprojekt hilft Ihnen, Verantwortung zu übernehmen und Geld für Ihre Familien zu verdienen. Eine Chance, für die sie sogar Drohungen durch die Camorra in Kauf nehmen.

Das Currywurstlebensgefühl

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In Berlin eröffnet das erste Currywurstmuseum der Welt

Die Currywurst, ein Stück deutscher Kultur? Darüber lässt sich streiten! Trotzdem wird in Berlin bald das erste Currywurstmuseum der Welt eröffnet.

Der pädagogische Nutzen ist eher fraglich. Es sei denn, man möchte etwas lernen über Imbissbudentypen, den ökologischen Kreislauf der Currywurst-Pappschale oder die regionalen Unterschiede der Wurst (geräuchert, ungeräuchert, mit oder ohne Darm). Ein Soßenstrom führt durchs Museum, pausiert wird auf dem Wurstsofa: Eine echte Erlebnisausstellung eben.

Die Currywurst als gesellschaftliches Phänomen

Den Betreibern geht es vor allem um die Currywurst als gesellschaftliches Phänomen, also etwa die Frage: Welchen Stellenwert hat die Wurst in Deutschland und der Welt. Denn die Currywurst sei mehr als nur ein Lebensmittel: Sie stehe für ein Lebensgefühl – und sei als urbaner Snack Wirtschaftsfaktor und Kultobjekt zugleich.

Wie tief man in die Currywurst-Materie eintaucht, bleibt freilich jedem selbst überlassen. Gut möglich, dass das Museum ein Erfolg wird - sogar Schulklassen haben sich schon angekündigt, um Pommes und Wurst aus Plastik zu bestaunen. Ich kann dazu nur sagen: Wenn schon Currywurst, dann lieber zum reinbeißen!

Mehr Infos gibt’s unter www.currywurstmuseum.de

Anthony Bourdain: Eine Frage des Geschmacks

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Sag mir was du isst, und ich sage dir, wer du bist

Essgewohnheiten, Nationalgerichte oder die Art und Weise ihrer Zubereitung verraten mitunter viel über die Kultur eines Volkes. Genau diesen Zugang zur Kultur wählt der New Yorker Koch und Gourmet Anthony Bourdain. Er reist mit seinem Kamerateam durch die Welt, kostet mehr oder weniger exotische Spezialitäten der landestypischen Küchen und präsentiert diese in seiner Fernsehsendung Anthony Bourdain: No Reservations (deutsch: Anthony Bourdain – Eine Frage des Geschmacks) einem weltweiten Publikum.
Doch die Arbeit des New Yorker Küchenchefs ist weit mehr als die Präsentation exotischer Gaumenfreuden: Bei jeder Reise begegnet er der Küche und Kultur mit beispielhafter Offenheit: völlig unvoreingenommen, oder aber in vollem Bewusstsein über die festgefahrenen Vorstellungen in seinem Kopf.

Zu Gast bei einheimischen Familien

Besonders spannend aus interkultureller Sicht: Bourdain lässt sich für jede Folge von „No Reservations“ von einem englischsprachigen „Local“ in die Esskultur des Landes einführen. Mithilfe dieses Insider-Wissens nähert er sich Stück für Stück den kulturellen Besonderheiten: Anthony hat Hunger – sein Guide offenbart einen Geheimtipp oder eine Empfehlung, wie beispielsweise gebackene Schweineohren am Straßenrand. Aber damit nicht genug: Einheimische Familien laden den reisenden Koch zu sich nach Hause ein, präsentieren ihm und seinem Publikum voller Stolz ihre vielfältigen Köstlichkeiten. Doch Anthony Bourdain schaut im wahrsten Sinne über den Tellerrand hinaus. Er will verstehen, was die Menschen bewegt und wie sie leben. Er setzt bei dem an, was er weiß oder gehört hat, forscht weiter, stellt seinen Gastgebern alle Fragen, die ihm auf den Nägeln brennen – und entkräftet dabei das eine oder andere Klischee.

Kultur in 45 Minuten

Keinen Kontinent spart Anthony Bourdain für seine Sendung aus, isst bei einem afrikanischen Naturvolk in Asche und Dreck gekochte Straußeneier oder macht sich auf die Suche nach dem besten Junk-Food in Kalifornien. Freilich sind einer 45-minütigen Sendung Grenzen gesetzt. Und genau da liegt das Besondere: Anthony Bourdain maßt sich nicht an, die Kultur nach einer Reise zu kennen. Er gesteht sich ein, wie wenig er eigentlich weiß, zieht keine allgemeingültigen Schlüsse aus dem Erlebten, lässt offene Fragen stehen. Zum Weiterdenken. Seine Herangehensweise ist und bleibt wertvoll: Denn wo könnte ein Reisender mehr über die Menschen, ihr Denken und ihre Lebensweise erfahren, als in tiefgreifenden Gesprächen als Gast am heimischen Tisch?

Eine Frage des Geschmacks läuft Sonntag abends auf DMAX.
Die erste Staffel ist bereits auf DVD erhältlich:
Anthony Bourdain - Eine Frage des Geschmacks - Staffel 1

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