Aperian Global Kopenhagen

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Ich bin jetzt seit 4 Wochen in Kopenhagen und fühle mich rundum wohl. Dazu braucht es bei mir auch nicht viel: Altstadt, Kopfsteinpflaster, dann bin ich schon zufrieden. Und hier sind echt ALLE mit dem Fahrrad unterwegs, was ich toll finde, weil es mich so an Freiburg erinnert. Ich hab auch gleich mein Rad fit gemacht und es ist soooo schön durch Kopenhagen zu radeln.

Mit meinem Praktikum bin ich auch total zufrieden. Wir sind zu Sechst im Büro. Alle zwischen 22 und 32 Jahre alt. Die erste Woche war super organisiert, jeder hat sich für mich Zeit genommen um mir alles zu erklären. Ich habe auch gleich festgestellt, dass meine Arbeit viel komplexer ist, als ich erwartet hatte. Seit der zweiten Woche arbeite ich voll mit. Hauptsächlich bin ich auf der Suche nach Country Specialists (CS). Wenn wir Interkulturelle Trainings anbieten, dann arbeiten wir mit einem Trainer und einem CS. Der Trainer ist für die Durchführung des Trainings allgemein zuständig und der CS ist quasi der Berater für die ganz alltägliche und speziellen Fragen. Deshalb kommt ein CS idealerweise aus dem Land, für das das Training ist. Wir haben eine Datenbank, die die Suche erleichtert, aber manche Sachen sind nicht so einfach. Im Moment suche ich gerade nach einem Menschen aus Malaysia der in Estland lebt ;-) Die Zeit für die Suche ist auch immer ziemlich eng. Der CS wird erst gesucht, wenn Termin, Location und Trainer schon fest stehen. Da bleiben manchmal nur 3 Tage für die Suche.

Wir sind hier für den Bereich EMEA (Europe, Middle East, Asia) zuständig (nur eine der vielen Abkürzungen, die ich bisher gelernt habe) und manchmal steht und die Zeitverschiebung etwas im Weg. Im Moment versuchen wir neue CS in Indien zu finden. Deshalb führe ich jetzt auch Vorstellungsgespräche per Telefon. Das ist gar nicht so einfach. Am Anfang dachte ich:”Hallo, ich bin die Praktikantin. Wie soll ich mich einem 45-jährigen Firmenboss gegenüber denn auch nur irgendwie konfident anhören???”

Der Umgang hier im Büro ist locker. Es war auch kein Problem, dass ich 2 Stunden später ins Buero kam, als ich meine Aufenthaltgenehmigung beantragen musste. Die Kleiderordnung ist auch sehr frei, trotzdem rennt hier niemand in FlipFlops oder Turnschuhen rum. Nur wenn ein Training im Büro stattfindet sind wir ein bisschen formaler (keine Jeans, aber Bluse).

Morgen kommt mein Bruder für ein paar Tage nach Kopenhagen, ich bin mal gespannt, wie es ihm hier gefällt.

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