80.000 Fragen im Gepäck: Dennis Gastmann
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„Das kann ja jeder!“, könnte man sagen: Um die Welt reisen und recht naive Fragen stellen. Bittesehr! Es macht halt nur nicht jeder. Doch genau das ist das Erfolgsrezept von Dennis Gastmann. Mit der Reporterfigur „Dennis“ geht der 30-Jährige gerne den großen Fragen der Menschheit, naja, in jedem Fall aber journalistisch relevanten Themen auf den Grund. Fragt zum Beispiel in Down Under ganz platt: „Warum wollen eigentlich alle nach Australien?“. Um das rauszufinden, spricht er mit dem Bürgermeister einer Einwanderungsbehörde und quält sich durch einen typischen Work-and-Travel-Job bei der Weinernte.
Frischer Wind im deutschen Fernsehen
So marschiert Dennis Gastmann mit seinem Köfferchen – und rund 80.000 Fragen im Gepäck - um die Welt. In nur einem Jahr hat Gastmann auf diese Weise in 18 Ländern unterwegs. Heraus kamen 26 Kurzfilme, zu sehen immer dienstags um 23.15 Uhr im NDR: „Mit 80.000 Fragen um die Welt“ heißt die aktuelle Serie.
Die ZEIT Online schreibt über Dennis Gastmann: „Er revolutioniere die Auslandsreportage, wird über ihn gesagt, in jedem Fall bringt er frischen Wind in die deutsche Fernsehlandschaft“. Wer jetzt neugierig auf den Weltreporter ist, kann Dennis Gastmann auch bei Facebook „treffen“. Hier beantwortet er schon mal die Fragen seiner Fans – zumindest wenn sie ausreichend tiefgründig oder absurd sind.
Zum Facebook-Profil von Dennis…
Interkulturelles Kinderbuch von Rafik Schami
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An der Spitze der unten erwähnten Liste interkultureller Kinderbücher findet sich das Buch “Wie ich Papa die Angst vor Fremden nahm”. Geschrieben hat das von Ole Könnecke illustriertes Buch der erfolgreiche syrische Schriftsteller Rafik Schami
. Schami ist in Damaskus geboren und lebt in Deutschland.
Sein Kinderbuch schreibt er aus der Sicht eines kleinen Mädchens, das sich über ihren Papa wundert. Der ist doch so groß und stark und kann eigentlich alles – aber vor Fremden hat er Angst. Doch das Mädchen hat ihre ganz eigene Strategie, wie sie ihrem Papa die Angst vor Fremden nimmt…
Meister der interkulturellen Vermittlung
Die Zeitung Die Welt schreibt über das Buch: “Rafik Schami zeigt einmal mehr, dass er mit Worten zaubern kann. (…) kleine, an Comics erinnernde Illustrationen erhöhen den Witz der Geschichte noch. Seine Einfälle überraschen ebenso wie die von Schami.” Ähnlich positiv der Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: “Wirklich mitreißend und getragen von wunderbar leiser Ironie.” Kein Zweifel: Rafik Schami ist ein Meister der interkulturellen Vermittlung – nicht nur im Erwachsenenbuch.
Interkulturell oder rassistisch
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Der Fall Tim und Struppi
Bestes Beispiel: Der Fall „Tim und Struppi“. Ein in Belgien lebender Kongolese will jetzt den Comic “Tim im Kongo” aus der beliebten Kinderbuch-Reihe “Tim und Struppi“ verbieten lassen. Begründung: Der Inhalt sei rassistisch. Der Comic vermittle ein erniedrigendes und entwürdigendes Bild der Schwarzen im Kongo. Zwar wurde der erstmals 1930 erschienene Comic von Comic-Zeichner Hergé
selbst bereits überarbeitet – die 1930 erschienene Version war deutlich vom Denken des Kolonialismus geprägt. Doch laut Bienvenu Mbutu verfestige der Comicband immer noch Vorurteile gegenüber Kongolesen.
Die Verantwortung der Eltern
Der Fall Tim und Struppi zeigt, dass die Grenze von interkulturell wertvoll zu rassistisch im Einzelfall verschwimmen kann. Er macht aber auch deutlich: Ein kritischer Blick der Eltern ins Buch schadet nie. Denn – sei es bewusst oder unbewusst – in der Fülle des Angebots können sich theoretisch immer auch schwarze Schafe verstecken. Im vorigen Beitrag wurde auf eine Liste interkultureller Kinderbücher hingewiesen – Bücher, die Eltern bei der interkulturellen Erziehung ihrer Kinder unterstützen können. Ich habe natürlich nicht jeden einzelnen Titel vorher geprüft – sie stammt von der Homepage des Bildungsserver Niedersachsen. Eine gute Quelle, würde ich sagen. Trotzdem sollten Eltern in jedem Fall vorab genau prüfen, was Sie Ihren Kindern zu lesen geben.

