Praktikum bei Greenpeace

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Nach nunmehr 3 Wochenbei Greenpeace, hatte ich genug Zeit mir ein Bild von der Organisation zu machen, die mir noch weitere 9 Wochen einen angenehmen Arbeitsplatz bieten wird.

Schon vom ersten Tag an hatte man ein Gefuehl, dass man willkommen war und gebraucht wurde, auch wenn man am Anfang erstmal die etwas stumpfsinnige Aufgabe bekam Adressen in eine Datenbank einzugeben, da sich die Heads der Abteilungen ersteinmal zusammensetzen mussten um zu diskutieren, wo man eigentlich reingesteckt werden soll. Dies spiegelt uebrigens genau das Tempo wieder, was hier in Sydney in jeder HInsicht typisch ist, ruhig, gemaehchlich…’No worries” halt.

Nach zwei Tagen stumpfsinniger Ersttaetigkeit, war man sich dann einig mich in die Comms (communications) Abteilung zu stecken in der ich sofort einen Arbeitsplatz mit eigenem Telefon und PC zugeteilt bekam. Mir wurde auch direkt die Aufgabe aufgetragen mit Reporten und Journalisten verschiedener Zeitschriften via Email, Telefon und Fax zu korrespondieren, um sie ueber die bevorstehende Ausstellung anlaesslich des 30-jaehrigen Bestehens von Greenpeace Australia zu informieren und sie auch noch gleichzeitig dazu ueberreden, etwas ueber dieses Ereignis zu berichten…das hiess ersteinmal die bestehende Kontaktliste zu ueberpruefen und zu ueberarbeiten, was eine Menge Recherche bedeutete und danach dann die Liste abarbeiten, da ich solche PR-Aufgaben jedoch schon in meinem letztn Praktikum zu genuege absolviert hatte und ich gerne etwas Neues lernen wollte, war es absolut kein Problem, als ich nach einer Woche zu meinem Supervisor ging und nach einer anderen Taetigkeit fragte…man erkundigte sich, in welchem Bereich ich denn gerne etwas machen wuerde und schwupps, hatte ich bereits ein anderes Mammutprojekt aufgetragen bekommen, was mich wohl bis Ende meines Praktikums beschaeftigen wird, was jedoch nicht bedeutet, dass dies die einzige Aufgabe sein wird, die ich zugeteilt bekomme…es ist nur mein Hauptprojekt.

Die Atmosphaere bei Greenpeace ist eher die einer grossen, etwas chaotischen Familie…man koennte es auch, bedingt durch das Grossraumbuero, in denen die Abteilungen nur durch diese halbhohen Holz- oder Pappwaende getrennt sind, mit einem Ameisenhaufen vergleichen, nur nicht so organisiert… so werden Meetings im 10 Minuten-Takt einberufen und ab und zu rennt dann mein Boss oder mein Supervisor noch schnell bei mir vorbei um mir mitzuteilen, dass ich doch mitkommen solle weil dieses Meeting fuer mich hochinteressant sein wird, denn generell duerfen Praktikanten an jedem Meeting teilnehmen, da diese meist einen hochinteressanten Einblick in das Funktionieren dieser NGO geben und man auch so mal die Mitarbeiter (per Video- oder Telefonkonferenz) kennenlernt, die sich gerade irgendwo im pazifischen Raum befinden…es werden schnell kleinere Protestaktionen ins Leben gerufen, weil sich ein unbeliebter Politiker am Bondi Beach befindet und so wird einer der vielen Volunteers, nach Einwilligung, in ein Eisbaerenkostuem gesteckt und darf dann mit Plakaten den Dreh des Werbespots, dieses Politikers stoeren…man beschliesst mal eben die Abteilungen neu zu strukturieren und schon ist man dabei die besagten Holz- und Pappwaende umzustellen, Tische durch die Gegend am schleppen und die armen Herren von der IT raufen sich die Haare, weil sie in einer Ecke mit nur einem Internetzugang und einer Steckdose nun 12 PC’s haben, die alle noch schnell angeschlossen werden muessen, da das naechste wichtige Meeting bereits in 15 Minuten ist… und so weiter und so fort…

…doch trotz diesem ganzen hektischen Hin und Her ist die Atmosphaere sehr entspannt…so stoert sich keiner daran, dass man waehrend der Arbeit nebenbei ueber Skype, Messenger etc chatted, sich mal schnell den neusten Musikclip bei Youtube reinzieht oder nachschaut, was bei Facebook so los ist…dies ist ganz normal und dient zur Entspannung der Hirnwindungen, so mein Supervisor =) …das unglablichste daran ist, dass es trotzdem jeder (ja, auch ich) schafft, seine Arbeit effektiv zu erledigen und so zur Verbesserung der Welt beitraegt =)…

…nun steht ja vom 2. bis zum 9.9 der APEC-summit in Sydney an, an denen auch Groessen wie Bush und Putin teilnehmen werden…ich sehe diesem Ereignis bereits mit grosser Spannung entgegen und bin auch darauf gespannt, was Greenpeace (wahrscheinlich wieder 5 Minuten vor Schluss) hier auf die Beine stellen wird…

…zu guter Letzt sei gesagt, dass ich mit diesem Praktikum vollends zufrieden bin und mich auf weitere 9 Wochen mit dieser NGO freue…

Aperian Global Kopenhagen

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Ich bin jetzt seit 4 Wochen in Kopenhagen und fühle mich rundum wohl. Dazu braucht es bei mir auch nicht viel: Altstadt, Kopfsteinpflaster, dann bin ich schon zufrieden. Und hier sind echt ALLE mit dem Fahrrad unterwegs, was ich toll finde, weil es mich so an Freiburg erinnert. Ich hab auch gleich mein Rad fit gemacht und es ist soooo schön durch Kopenhagen zu radeln.

Mit meinem Praktikum bin ich auch total zufrieden. Wir sind zu Sechst im Büro. Alle zwischen 22 und 32 Jahre alt. Die erste Woche war super organisiert, jeder hat sich für mich Zeit genommen um mir alles zu erklären. Ich habe auch gleich festgestellt, dass meine Arbeit viel komplexer ist, als ich erwartet hatte. Seit der zweiten Woche arbeite ich voll mit. Hauptsächlich bin ich auf der Suche nach Country Specialists (CS). Wenn wir Interkulturelle Trainings anbieten, dann arbeiten wir mit einem Trainer und einem CS. Der Trainer ist für die Durchführung des Trainings allgemein zuständig und der CS ist quasi der Berater für die ganz alltägliche und speziellen Fragen. Deshalb kommt ein CS idealerweise aus dem Land, für das das Training ist. Wir haben eine Datenbank, die die Suche erleichtert, aber manche Sachen sind nicht so einfach. Im Moment suche ich gerade nach einem Menschen aus Malaysia der in Estland lebt ;-) Die Zeit für die Suche ist auch immer ziemlich eng. Der CS wird erst gesucht, wenn Termin, Location und Trainer schon fest stehen. Da bleiben manchmal nur 3 Tage für die Suche.

Wir sind hier für den Bereich EMEA (Europe, Middle East, Asia) zuständig (nur eine der vielen Abkürzungen, die ich bisher gelernt habe) und manchmal steht und die Zeitverschiebung etwas im Weg. Im Moment versuchen wir neue CS in Indien zu finden. Deshalb führe ich jetzt auch Vorstellungsgespräche per Telefon. Das ist gar nicht so einfach. Am Anfang dachte ich:”Hallo, ich bin die Praktikantin. Wie soll ich mich einem 45-jährigen Firmenboss gegenüber denn auch nur irgendwie konfident anhören???”

Der Umgang hier im Büro ist locker. Es war auch kein Problem, dass ich 2 Stunden später ins Buero kam, als ich meine Aufenthaltgenehmigung beantragen musste. Die Kleiderordnung ist auch sehr frei, trotzdem rennt hier niemand in FlipFlops oder Turnschuhen rum. Nur wenn ein Training im Büro stattfindet sind wir ein bisschen formaler (keine Jeans, aber Bluse).

Morgen kommt mein Bruder für ein paar Tage nach Kopenhagen, ich bin mal gespannt, wie es ihm hier gefällt.

Red Cross Iceland

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Nach 11 Monaten auf dem Festland bin ich seit Samstag wieder auf meiner schönen Insel. Es ist fast viel zu normal - als wäre Deutschland eine Illusion gewesen - aber das Gute an Zuhause ist ja dass sich da meistens wenig ändert.

Mein Praktikum hat am Montag angefangen und bis jetzt habe ich wenig Arbeit gemacht. Die Hälfte meiner Kollegen sind noch bis nächste Woche im Urlaub und deshalb ist es schwierig mit den verschiedenen Projekten anzufangen. Meine Chefin (die Leiterin der Auslandsabteilung) ist sehr nett und freundlich und ich glaube die Zusammenarbeit mit ihr wird gut laufen. Sie hat sich schon ein paar Projekte für mich ausgedacht - Informationsmaterial verfassen über HIV AIDS in Afrika für die Homepage, Mithilfe an einem Bericht für das Aussenministerium, bei der Organisation von den internationalen Treffen und bei der Optimierung von den Projekt-Beschreibungen. Habe mich noch nie mit project management befasst und habe da vor allem bissle Angst - aber was ganz neues lernen wird auch interessant sein.

For now versuche ich mich über alles zu informieren so weit es geht, vor allem über HIV AIDS in Afrika und die Projekte die RC Iceland da durchführt. Ich habe auch die (typische Praktikanten) Aufgabe bekommen die Literatur in der Abteilung zu organisieren und habe nun eine Stapel an Sachen vor mir stehen die ich lesen möchte.

Meine ersten Beobachtungen:

Dresscode gibt es eigentlich nicht, T-shirt & Jeans oder Bluse und Rock…hier geht alles.

Nur die jeweiligen Abteilungsleiter haben ein eigenes Büro und da ist die Tür meistens auf - ‘open concept’ also. Stört mich ein bisschen beim lesen, aber ich glaube ich werde mich daran wöhnen.

Wir essen gemeinsam zu Mittag und ich finde es richtig schwierig mit meinen Kollegen aus anderen Abteilungen Kontakt aufzunehmen. Die Isländer sind eben nicht besonders offen am Anfang.

Ausbildung, Studium oder Erfahrung ist hier anscheinend ziemlich egal - die meisten Menschen die hier arbeiten haben nicht den Hintergrund den man so erwartet.

Gestern hatte ich dann meinen ersten Arbeitstag in dem betreuten Wohnen für behinderte, wo ich 2 Abende pro Woche (und eventuell manchmal am Wochenende) ein bisschen Geld verdienen werde. Es war richtig interessant und ich bin froh dass ich mich dafür entschieden habe, weil ich glaube es wird eine ganz gute und erfahrungsreiche Arbeit sein.

ganz liebe Grüsse an euch alle - freue mich auf mehr Beiträge ;)

All in 1

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Manche von euch können sich vielleicht erinnern, dass ich mein Praktikum einfach nicht in Fulda machen wollte. Meine Wünsche sind zwar nicht ganz in Erfüllung gegangen, aber wenigstens der erste Teil schon: ich bin nicht in Fulda. Wo denn? Im geographischen Zentrum Europas: Gelnhausen City :P, eine kleine Stadt in Hessen (ja, sogar noch kleiner als Fulda), ~60 Km weit von Fulda.

Was ich hier machen werde ist mir noch teils ein Geheimnis, obwohl ich die Hauptziele habe: mehr oder minder ein Buch zusammenstellen (da ich mein Praktikum bei einem Verlag - “euro business” mache) und nebenbei konkrete Investitionsprojekte zustande bringen. Das bedeutet Telefonate über Telefonate, E-mails, und Vermittlung. Geschäfte und ich…sagen wir’s so: bislang hatten wir keinen Kontakt miteinander. Also, wish me luck! Grüße an alle!

UNDP, Syrien

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Mein erster Tag. Wie an den meisten ersten Tagen in einem Praktikum ist nicht so viel los, wie man es aber auch schon erwartet. Die Chefin begrüsst mich persönlich und stellt mich dem kleinen, internationalen Team vor. Die Kollegen sind jederzeit ansprechbar, außer sie telefonieren gerade oder sind mit einem Text oder mit Recherche beschäftigt. Dann versteht es sich von selbst, dass man wartet, bis sie Zeit haben. Dies ist aber in der Regel kein Problem. Der generelle Dresscode ist Office-Style, Anzug oder Bluse und Rock.
Meine Arbeitzeit ist 7 Stunden (von 08.30- 15.30 Uhr, und manchmal doch laenger, wenn es noch was tun gibt. Ich finde die Arbeitszeiten total sinnlos fuer eine internationale Organization. Ich meine die collidieren alle Projekte mit UN Headquarter in Newyork) Das schlimmste ist Wochenende. Die gilt in Syrien Freitag und Samstag. Sonntag ist ein Arbeittag. Ich bin bis jetzt nicht daran gewoehnt.
Die Zeit ist sehr schnell rum gegangen. Zwei Wochen sind wie im Fluge vorbei. Es liegt wahrscheinlich daran, dass ich genug zu tun habe. Ich arbeite mit dem Media and Communication Team, was eigentlich sehr gut ist, weil ich eigentlich an allen Projekte teilnehmen kann und mit verschiedenen NGOs Kontakt nehme und nicht nur UNDP. Es ist zwar manchmal anstrengend, da mein direkter Boss der Sohn des Aussemnministers in Syrien ist und sehr hochnaesig ist aber wie ihr mich alle jetzt kennt, ich lasse mich nicht einschuechtern und ich denke wir werden schon gute Freunde sein, ich lasse mir Zeit bis ende August::))

“All-you-can-fly” für Studenten

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Hier ein Tipp für alle, die in Europa geblieben sind: Der Billigflieger TUIfly bietet ab dem 14. August ein “All you can fly”-Ticket für Studenten an. Es kostet einmalig 199€ (alle Steuern und Gebühren inklusive) und gilt für beinahe das gesamte Streckennetz der Fluggesellschaft. Im Zeitraum zwischen Mitte August und 31. Oktober könnten also zum Beispiel diejenigen von euch, die ihr Prakitkum schon hinter sich haben oder jemanden Besuchen wollen *grins* kreuz und quer durch Europa fliegen. Einziger Haken: Ihr müsst spontan sein! Denn die Buchung der “All you can fly”-Flüge ist frühestens 48 Stunden vor Abflug möglich - die Verfügbarkeit kann aber schon eine Woche vorher geprüft werden.

Das Ticket bekommt ihr auf der TUIfly-Homepage
Es kann zwischen 14. und 31. August erworben werden.

Viel Spaß beim Reisen!!!

Sydney

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Dass ich mich schon direkt ab dem ersten Tag in meiner neuen Umgebung heimisch fuehlte, habe ich einer sehr lieben WG im Sydnerer Studentensuburb Glebe zu verdanken. Diese doch sehr alternative WG bestehend aus 7 Mann/Frau nahm mich ohne irgendwelche Vorbehalte auf, ich durfte mich bei einer der weiblichen Mitbewohner im Zimmer einquartieren und bekam einen Haustuerschluessel. Man versuchte mich von Anfang anzu integrieren und so wurde ich direkt zum woechentlichen Einkauf und anschliessend zum Lieblingskoreaner mitgenommen.

Als ich dann nach langer Suche endlich eine neue Bleibe fand, war es auch kein Problem, dass ich weiter 7 Naechte bleiben wuerde. Ein weiteres ungewoehnliches Merkmal an dieser WG war die Tatsache, dass bis auf eine Kiwi (Neuseelaenderin) tatsaechlich alle Mitbewohner Aussies waren, was meiner Meinung nach einen ziemlichen Seltenheitswert hier in Sydney hat, was ich uebrigens liebevoll in “die deutsch-asiatische Kolonie Down Under” umgetauft habe. So ist von den Mitbewohnern in meiner neuen Bleibe nur Einer ein Aussie, der jedoch nicht aus Sydney, sondern aus Perth kommt. Und auch bei den WG’s, die ich mir sonst so angeschaut habe war der Australieranteil meist sehr gering. Ich schaetze das liegt einfach daran, dass der Stadtkern Sydneys so mit Foreigners ueberlaufen ist, dass die Einheimischen die Flucht in die aeusseren Suburbs angetreten haben. Was ist Eure Meinung dazu?

Praktikum in einer NGO

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Nach dem dritten Arbeitstag kann ich jetzt auch die ersten Ergebnisse zur Organisationsstudie beitragen.

An meinem ersten Tag wurde ich von zwei festangestellten Spanierinnen sowie drei internationalen Praktikanten empfangen. Sie erzählten mir bei einem Kaffee erstmal von der Arbeit der NGO allgemein und woran jeder einzelne im Moment  arbeitet. Ziemlich schnell wurde klar, dass hier ein sehr lockerer und persönlicher Arbeitsstil herrscht. Später bekam ich mein eigenes Büro mit PC (leider ohne Internetzugang) zugewiesen und began mit der Arbeit. Diese wird die nächsten Wochen eher langweilig sein, da im August in Spanien alle im Urlaub sind und fast nichts los ist. Auch der Chef der NGO ist bis Ende August weg und somit wird es in den nächsten zwei Wochen keine neuen Projekte geben. So lange ist es meine “Mission” hunderte von Namen und Kontaktdaten von Schülern aus aller Welt in eine Excel-Tabelle einzutragen, die bei einem ausgeschrieben Schulpreis mitgemacht haben und Bilder eingeschickt haben. Es ist zwar ganz spannend all die Bilder zum Thema “Menschenrechte” der Schüler anzuschauen, aber mit der Zeit wird es doch ziemlich langweilig all die Namen und Adressen abzuschreiben. Zum Glück bemühen sich die Kollegen jedoch mir hin und wieder mal ein bisschen Abwechslung zu bescheren und interessantere Aufgaben zu geben.

Die Arbeitsatmosphäre ist hier jedenfalls sehr angenehm und man jeden jederzeit um Hilfe fragen. Auch bleibt genug Zeit, um sich ein wenig über Persönliches zu unterhalten. Eine Hierarchie ist hier im Moment überhaupt nicht wahrzunehmen, allerdings könnte ich mir vorstellen, dass sich das Arbeitsklima vielleicht ein bisschen “verschärfen” könnte wenn der Chef zurückgekehrt ist.

Trotzdem freu ich mich schon auf seine Rückkehr. Die kommenden Projekte im September und Oktober hören sich nämlich sehr vielversprechend an…

Studie zu interkultureller Kompetenz in deutschen Unternehmen

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Gerade bin ich bei Cross-Water-Systems auf eine interessante laufende Studie von Skylight gestoßen. In ihrer Marktanalyse DICE, was für Developing International Competence Effectively steht, soll die Personalentwicklung deutscher Unternehmen in Bezug auf interkulturelle und fremdsprachliche Kompetenz untersucht werden. Dabei liegt der Fokus auf Organisation, Qualitätssicherung und Kosten interkultureller Kompetenz.
Hier geht’s zum Fragebogen für interkulturelle Kompetenz, und hier zum Fragebogen für Fremdsprachenkompetenz.
Falls Ihr Einblick in die Maßnahmen jetziger oder früherer Firmen habt, oder vielleicht Euer Chef Euch eine Auskunft erteilen kann, könnte sich die Teilnahme sogar lohnen. Skylight verlost unter allen Teilnehmern fünf Abonnements des Fremdsprachenmagazins Business Spotlight für zwei Monate, alle Teilnehmer können ein halbtägiges Seminar zum Thema Fremdsprachen und interkulturelle Kompetenz besuchen. Außerdem erhaltet ihr im Oktober die Ergebnisse der Studie in PDF-Form.

Stereotypisierung im Web 2.0

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Vielleicht nicht ein Critical Incedent par excellence, aber trotzdem eine hochinteressante Entwicklung zum Thema Stereotypisierung lässt sich momentan in der bunten Welt des Web 2.0 beobachten. Zur Abwechslung expandiert mal ein deutsches Web 2.0. Unternehmen in die USA und gleich hagelt es Probleme. Grund des Anstoßes war das Logo des Social-Bookmarking Dienstes Mister Wong. Dem Namen entsprechend zierte bis vor kurzem ein sympathischer Comic-Asiate die Website. Das Logo wurde nach massiven Protesten amerikanischer Blogger, die den deutschen Betreibern versteckten Rassismus vorwarfen, von der Seite genommen.

misterwong.jpg

Zurück bleibt ein Portal, dem sein Markenzeichen abhanden gekommen ist und ein farbloses Logo, das irgendwie nicht in die bunte Welt des Mit-Mach-Webs passen mag . Im entfernten erinnert die Diskussion an den Karrikaturen-Streit in Dänemark, wenigstens wird im Internet der Kampf mit „Feder und Papier“ ausgeführt und nicht mit brennenden Flaggen und Pflastersteinen.

Mittlerweile zieht die Diskussion solch große Kreise, dass selbst die etablierten Medien darüber berichten und hier, auf dem Blog der Asia-Amerikaner eine hitzige Diskussion entbrannt ist. Von „Klaus – der Uebermensch“ als Racheportal ist hier die Rede, aber auch die Forderung politische Korrektheit nicht ständig als US-Exportschlager zu betrachten. Eine sachliche und fundierte Diskussion, die auch Stereotypisierung thematisiert, bietet sich bei Philipp Lenssen.
Das Grundproblem der Diskussion liegt meiner Meinung nach im unterschiedlichen kulturellen Code der Amerikaner im Vergleich zu uns Europäern. Das Prinzip der equality of opportunity liegt der gesamten amerikanischen Sozialpolitik zu Grunde, weswegen sich im Nordamerikanischen Kulturraum ein ganz anderes Feingefühl in Bezug auf Benachteiligungen und etwaigen rassistischen Äußerungen entwickelt und verfestigt hat. Stichwort „political correctness“. Die Betreiber von Mister Wong haben sich bei der Logoentwicklung jedoch eigentlich nichts böses gedacht.
Was der Autor des Blogs natürlich nicht wissen kann: Gerade in Deutschland ist eine selbstbewusste Generation mit asiatischen Wurzeln herangewachsen, die ganz gezielt mit dem positiven, fleißigen Asiaten-Stereotyp spielt und dieses Bild gezielt für Werbezwecke nutzt: In der asiatischen Gastronomie.
Um die angesprochene negative Fremdwahrnehmung des Logos wirklich zu transportieren müssten aber doch auch negative Aspekte auf dem Logo zu erkennen sein: Auf mich macht Onkel Wong eher einen sympathischen und auf keinen Fall einen negativen Eindruck. Sein ovaler Kopf und seine Statur erinnern mich sogar eher an einen typisch deutschen Altkanzler. Als Vergleich hier mal ein paar Bilder, die mit Abgrenzung als Grunddispositive der Fremdwahrnehmung arbeiten und dem ethnisch geprägten Nationenmodell entstammen, welches die Herabwürdigung des Fremden gezielt als Propagandamaßnahmen einsetzte:
abgrenzung1.jpg
Bleibt festzuhalten, dass Amerikaner asiatischer Herkunft wohl wirklich ein ganz anderes Feingefühl in Sachen Political Correctness haben. Oder aber ein gutes Gespür für „Stereotypen-Marketing“: denn wer Werbung und Adsense auf seiner Seite schaltet, kann mit dem gerade stattfindenden Medienhype sicherlich den einen oder anderen Dollar mehr verdienen, vor allem wenn er den achso vergangenheitsgeschädigten Deutschen Rassismus vorwirft…
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte:

8asians1.jpg

P.S. Mister Wong hat einen Logo-Wettbewerb ausgerufen, hoffentlich fühlt sich beim neuen Logo niemand auf den Schlips getreten….

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